Mecklenburgische und Pommersche
Bibelgesellschaft

Codex Vaticanus
LL

Codex Vaticanus (griechische Handschrift)

Codex Aureus

Codex Aureus (lateinische Handschrift)

Codex Argentum

Die Wulfila-Bibel (Codex Argentum)
eine Übersetzung ins Gotische (4.Jht)

Bibel deutsch (Wuertt.

Bibel übersetzt (Deutsch, vor Luther)

Warum verbreitete sich die Bibel?

Weil die Bibel zu allen Zeiten Menschen faszinierte und bewegte, wurde ihre Botschaft weitergesagt, gepredigt und verkündigt. Deshalb wurde die Bibel abgeschrieben und bald auch in andere Sprachen übersetzt: Weil sehr viele Juden außerhalb Israels lebten und das Hebräisch der biblischen Schriften (die wir das "Alte Testament" zu nennen gewohnt sind) nicht mehr verstanden, waren diese Texte schon in vorchristlicher Zeit ins Griechische übersetzt worden; diese Übersetzung ist als Septuaginta bekannt und war die Bibel der ersten Christen. Dazu wurden dann neue Texte gesammelt, die alle in Griechisch verfaßt waren (das "Neue Testament").
Natürlich sprachen nicht alle Menschen im römischen Reich Griechisch. Darum entstanden Übersetzungen in lokale Sprachen, wie etwa Syrisch, Koptisch (für Ägypten) und auch Latein. Als im Zuge der Völkerwanderung germanische Stämme den westlichen Teil des Römischen Reiches eroberten, enstand sogar eine Übersetzung von Teilen der Bibel in die Gotische Sprache, die sog. Wulfila-Bibel.

Für das westliche Europa wird eine Übersetzung des Kirchenvaters Hieronymus ins Lateinische - die Vulgata (die 'allgemein verbreitete') - für Jahrhunderte die Bibel Europas schlechthin. - Freilich, auch die lateinische Sprache ist nicht für jedermann verständlich. Schon im frühen Mittelalter werden daher einzelne Teile der Bibel ins Althochdeutsche übersetzt. In Klöstern wird die Bibel gelesen, ausgelegt, diskutiert, kommentiert und vor allem – abgeschrieben. Wunderbare Prachthandschriften, Meisterwerke der Buchmalerei, entstehen in den Schreibstuben. Initialverzierungen, Miniaturen schmücken die Seiten; Lebenswerke vieler Mönche. Die Bibelausgaben sind nicht billig, aber es werden weder Mühe noch Kosten gescheut, um Bibeln abzuschreiben und zu verbreiten.

Den vielzitierten „einfachen“ Menschen war die Bibel nicht fremd. Sie konnten zwar oft nicht lesen und schreiben, die christliche Kunst und Frömmigkeit mit Glasfenstern, mit Wand- und Deckenmalereien in Kirchen und Klöstern, mit Gebeten und Liedern, mit szenischen Darstellungen der biblischen Geschichten in Krippenspiel und Passionsspiel hielt die Bibel lebendig. Biblische Geschichten werden erzählt und gehört und weitererzählt und die sog. „Armenbibeln“, wo die biblische Botschaft in Holzschnittbildern zwar nicht den „Armen“, aber immerhin weiteren Kreisen der Bevölkerung zugänglich war, zeigen, wie populär die Bibel im Mittelalter war.

Bibelübersetzungen ins Deutsche setzten im Spätmittelalter ein. Das Bedürfnis, die Bibel zu lesen, wurde immer größer. Die Herstellung von Papier und Erfindung des Buchdrucks machten Bibelverbreitung im größeren Stil möglich.
Die Reformation betonte die herausragende Stellung der Bibel als alleinige Offenbarungsurkunde „sola scriptura“ (allein die Schrift). Es war ein großes Anliegen der Reformation, Bibelübersetzungen für jedermann zu schaffen. Exemplarisch sei hier die Bibelübersetzung Martin Luthers genannt, die bis heute ein einzigartiges Sprach- und Glaubens-Dokument ist. Luther, der beim Übersetzen aus dem Hebräischen und Griechischen „dem Volk aufs Maul schaute“, schuf die bekannteste allgemein verständliche Bibelübersetzung des 16. Jahrhunderts.


Bibel-Zuercher

Zuercher Bibel (Ausgabe 1531)

Bibel-Luther 1

Luther-Bibel (Ausgabe 1545)

Menschen sind eingeladen, die Bibel zu öffnen. Augustinus sei hier erwähnt, der die eindringliche Stimme hörte „nimm und lies, nimm und lies“ – die Begegnung mit der Bibel sollte sein Leben verändern. Menschen sind gefragt, sich herausfordern zu lassen von der tiefen Wahrheit der Bibel. Sie sind gefragt, Vorläufiges und Vordergründiges im Licht der Botschaft der Bibel hinter und neben sich zu lassen.


Mehr Informationen auch unter www.dbg.de (Deutsche Bibelgesellschaft)


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