Mecklenburgische und Pommersche
Bibelgesellschaft

Wissenswertes über das „Buch der Bücher“

bibel-hebräisch

Die Sprache des Alten Testaments:
Hebräisch (Eine Seite aus dem Psalter)

Woher stammt der Name 'Bibel'?

Das griechische Wort βιβλος, von dem sich unser Wort Bibel ableitet, bedeutet nichts anderes als einfach „Buch“. Betrachten wir dieses Buch etwas genauer, so werden wir feststellen, dass es sich in vielerlei Hinsicht um ein ganz besonderes Buch handelt: Im Gegensatz dazu, wie wir es von gewöhnlichen Büchern kennen, wurde es nicht von einem Autor innerhalb von Monaten oder Jahren verfasst. Vielmehr haben wir es hier mit einer Sammlung von Schriften („Bücher“) zu tun, die über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren zusammengetragen wurde - von verschiedenen Menschen in verschiedenen Gegenden mit verschiedenem kulturellen Hintergrund - und die von ihrem Inhalt her so vielfältig ist wie das Leben selbst. Was ist also das Gemeinsame dieser Schriften? Wohl, dass die einzelnen Autoren Menschen waren, die Gott selbst in ihrem Leben in besonderer Weise erfahren haben und ihr eigenes Erleben für ihre Mitmenschen und die Nachwelt festhalten wollten. In diesem Sinne ist die Bibel also ein Buch des Lebens der Menschen mit Gott. Oder anders gesagt: Es sind verdichtete Reflexionen des Glaubens an Gott.


Initiale

Mittelalterliche Handschriften waren oft reich verziert. (Ein Initial, das den Apostel Petrus zeigt.)

Was hat die Bibel eigentlich bewirkt?

Die Bibel hat die zweitausendjährige Geschichte des Christentums in einzigartiger Weise geprägt; ja das christliche Bekenntnis und die Liturgie konnten überhaupt erst dank der biblischen Tradition formuliert werden. Bis heute verbindet die Bibel alle christlichen Kirchen und Konfessionen als Urkunde des Glaubens. Die Bibel ist aber nicht nur das Buch der Christen und der Kirchen.

Kaum jemand wird die Kultur Europas verstehen können, ohne sich mit der Bibel auseinandergesetzt zu haben. Hier ist die Kunst zu erwähnen: Darstellungen biblischer Szenen in Kirchen, aber auch in Museen. Spannend, wenn auch nicht immer unumstritten, ist die Auseinandersetzung moderner Künstler mit der Bibel. Zu denken ist an die Musik: Bachs Passionen, Händels Messias oder Haydns Schöpfung stehen für die Werke vieler anderer. Mozart, Schubert und Brahms haben biblische Texte vertont.


Vor allem Luthers Bibelübersetzung ist für die Entwicklung der deutschen Sprache bedeutend. Die Bibel hat die Literatur von Goethes Faust bis Thomas Manns Josef-Roman beeinflusst. Selbst Bertolt Brecht, der alles andere als ein Kirchenchrist war, beantwortete die Frage nach dem für ihn beeindruckendsten Buch mit den Worten: „Sie werden lachen – die Bibel.“ Vom Einfluss der Bibel auf Philosophie und Ethik ganz zu schweigen. Hier ist es eine Herausforderung, auch den Menschen Zugänge zur Bibel zu schaffen, die den Kirchen nicht (mehr) verbunden sind.

Die Bibel hat aber nicht nur die Kultur geprägt und die christliche Kirche durch die Jahrhunderte begleitet. Sie hat Millionen Menschen Orientierung auf dem Weg durch ihr Leben gegeben. Die Bibel ist eben ein ganz besonderes Buch. Nicht nur ein Bestseller, nicht nur ein rekordverdächtiges Buch, was die Übersetzung in bisher 2.355 Sprachen angeht.

Die Bibel ist vor allem und zuerst ein Lebensbuch. Ein einzigartiges und faszinierendes Buch, ein Buch das Beziehungen stiftet und Menschen in Bewegung setzt. Trotz aller Missdeutungen und Missverständnisse – die Bibel ist missbraucht worden wie kaum ein zweites Buch – hat die Bibel in ihrer Geschichte bis heute nichts an ihrer Aktualität und an ihrem Anspruch verloren. Die Bibel hat gültige Antworten. Antworten auf die Grundfragen menschlichen Seins wie Woher komme ich ? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? In der Bibel begegnet uns Gott. Menschen erzählen, was er für ihr Leben bedeutete und was er noch heute bedeuten kann. Die in diesem Sinn „heilige Schrift“ lässt kaum jemanden kalt.

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