Mecklenburgische und Pommersche
Bibelgesellschaft


Bibel im Gespräch

  Unter diesem Titel finden seit 2007 ab und an Gesprächsabende im Bibelinfocenter statt.
  Gemeinsame Veranstalter dieser Reihe sind:

Mecklenburgische & Pommersche

Kirchenzeitung

MECKLENBURGISCHE und POMMERSCHE

BIBELGESELLSCHAFT


„Bibel im Gespräch“ am Freitag, 23. Februar 2018


"Und was dann?"

Das Jüngste Gericht im Verständnis damals und heute


ln jedem Gottesdienst sprechen Christinnen und Christen im Glaubensbekenntnis Jesus Christus als Richter der Welt an: "... aufgefahren in den Himmel, . von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten". Was genau meinen sie damit?


Frau Dr. Schabow

Foto: ELLM/Meyer

 

 

Gast bei „Bibel im Gespräch“ war

Frau Dr. Stephanie Schabow, Wittenförden.

Die Referentin ist an der Universität Hamburg als Wissenschaftliche Mitarbeiterin
an den Instituten für Altes Testament und Neues Testament tätig.

 

 

 

Eine kleine Abschweifung:

Wer sich im Internet nach Darstellungen des Jüngsten Gerichts umschaut, findet viele, die sich an Matthäus 26,31ff orientieren:
Der Weltenrichter Christus scheidet die Menschen; zu seiner Rechten die Erlösten, zur Linken die Verdammten.

Endgericht

Mit Vorliebe findet sich diese Darstellung an vielen mitelalterlichen Kirchen über dem Eingansportal auf dem sog. Tympanon. So wurde jeder Mensch immer an das irgendwann kommende Endgericht erinnert.

Hölle 1

 

Hölle 2

 

 

Im Innern der Kirchen finden sich dazu Darstellungen vom Höllendrachen, von den höllischen Martern usw. - oft mit "gruseligen" Details ausgemalt.
Es drängt sich der Eindruck auf, die Menschen haben schon damals einen Hang zum Makabren gehabt.

 

Zum Abend:

Publikum 1

Foto: ELLM/Meyer

Auf dem Bild gut zu erkennen: Der Abend war sehr gut besucht - wie sich bei der anschließenden Dikussion zeigte, waren wieder viele Theologen anwesend.

Frau Dr. Schabow referierte ausführlich über die verschiedenen Gerichtsvorstllungen im Alten und Neuen Testament. Abschließend gab sie noch eine persönliches Statement ab: Weshalb es wichtig sei, auch heute vom Gericht zu reden und darüber zu predigen.

 

Publikum 2

Foto: ELLM/Meyer

Im Anschluss an das Referat ergab sich ein interessante Gespräch. Einige Aspekte seien hier kurz angedeutet:

Ob die Rede von einem Gericht denn heute noch angebracht sei; schließlich habe Jesus doch den liebenden Gott gepredigt.

Vermisst wurden Ausführungen zur Wirkungsgeschichte der Gerichtsvorstellungen.

Ein Zuhörer wollte offensichtlich ganz weg von dem Gerichtsgedanken und zitierte u.a. Gedanken der altgriechischen Philosophie über den 'Kairos'.

 

  Christian Hildebrand, am 10. April 2018

 

  Themen der bisherigen Veranstaltungen:

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16. September 2017

Beerdigungskultur im Wandel

mit: Prof. Dr. Thomas Klie, Rostock

siehe Archiv

18. März 2016

Vom Tintenfass zum Datenstick

Oder: Warum, wieso, weshalb kommt die neue Lutherbibel?

mit: Prof. Dr. Martin Rösel, Rostock

siehe Archiv

16. April 2015

"Bitte keine Fotos!"

Oder: Was bedeutet das Bilderverbot im Islam?

mit: Prof. Hock, Rostock

siehe Archiv

8. Mai 2014

Der dumme Riese Goliat
und die bösen Philister

Historischer Hintergrund und theologische (Be-)Deutung

mit: Prof. Dr. Hermann Michael Niemann, Rostock

siehe Archiv

4. Februar 2011

"König Salomo gab es nicht?"

Wenn Bibel und Geschichtswissenschaft
nicht übereinstimmen.

mit: Prof. Dr. Hermann Michael Niemann, Rostock

Presse-Artikel   siehe Archiv

26. März 2010

"Bibel in der Werbung"

Werbung für die Bibel


mit: Prof. Dr. Thomas Klie (Rostock)

siehe Archiv

13. November 2009

"Bibel und Koran"

Bezüge zwischen Mohammed und Paulus,
Koran und Jesus Christus

mit: Islam-Forscher Prof. Klaus Hock (Rostock)

Presse-Artikel

4. Dezember 2008

"Jesus war nie in Bethlehem?"

Ein Gesprächsabend zum Spannungsfeld zwischen
historisch-kritischer Forschung und christlichem Glauben.


mit: Professor Dr. theol Eckart Reinmuth (Rostock)

29. November 2007

"Das gestohlene Testament"

- Hebräische Bibel oder Altes Testament –
mit welchem Recht dürfen Christen die Bibel der Juden benutzen?


mit: Landesrabbiner William Wolff (Schwerin) und Professor Dr. theol. Martin Rösel (Rostock)

16. März 2007

"Bibel in gerechter Sprache"

zeitgemäß oder verfälschend?


mit: Privatdozent Dr. theol. Martin Rösel (Rostock) und Pastorin Hanna Strack (Pinnow)

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